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Wagrain (Pongau)
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Wagrain ist eine Marktgemeinde mit 3177 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk St. Johann im Pongau im österreichischen Bundesland Salzburg.

Contents

Wappen

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Geografie

Wagrain liegt im Pongau, etwa 55 km südlich von Salzburg und 8 km östlich von St. Johann im Pongau. Im Ortsteil Schwaighof befindet sich die Wasserscheide von Salzach und Enns, die Wagrainer Höhe. Die höchste Erhebung befindet sich mit 2037 m ü. A. auf der Gabel am südlichen Gemeinderand.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende fünf Katastralgemeinden und gleichnamige Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025cite-ref-metadaten-einwohnerzahl-at-ortschaft-quelle-1-0[1]):

• Hof (1335)
• Hofmarkt (835)
• Schwaighof (484)
• Vorderkleinarl (191)
Wagrain Markt (Hauptort, KG Wagrain, 332)

Zählsprengel sind Wagrain-Marktzentrum für den Hauptort und seine unmittelbare Umgebung, und Wagrain-Umgebung für den Rest der Gemeinde.


Nachbargemeinden

Geschichte

Nach den Grabungen von 2006 bis 2009 nimmt man an, dass die Burg Wagrain um 1200 erbaut wurde. Urkundlich erwähnt wurde sie erstmals 1285, damals war sie im Besitz der Herren von Goldegg. Wulfing I von Goldegg stand 1322 beim Streit um den deutschen Kaiserthron auf der Seite von Ludwig IV. dem Bayern. So wurde nach der Schlacht bei Mühldorf die Festung Wagrain zerstört. Sie wurde nicht wieder aufgebaut, die Ruine wurde lange als Steinbruch verwendet. Noch 1939 wurden Steine für den Bau des Schwimmbades verwendet, sodass heute nur noch wenige Reste der Burg sichtbar sind.cite-ref-2[2]

Der Name Wagrain setzt sich aus den beiden mittelhochdeutschen Wörtern wac (bewegtes Wasser, Fluss) und rein (Rain, Wiese, Hang) zusammen. 1243 wird im Salzburger Ortsnamenbuch Wakrein erstmals urkundlich erwähnt, um 1350 Wachrain und 1382 Wakchrain geschrieben. Unter Einfluss der Schriftsprache kam es dann schließlich zur heutigen Schreibweise.

Im Mittelalter war die Umgegend Bergbaugebiet.

Wagrain war der Ort im Erzstift Salzburg mit der höchsten Zahl an evangelischen Exulanten. Über 80 % der Einheimischen zogen die Vertreibung (meist nach Preußen) der Konversion zum römischen Katholizismus vor.

Bevölkerungsentwicklung

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch:

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Wagrain

• Katholische Pfarrkirche Wagrain hl. Rupert: gotisch, mit Anbauten aus der Zeit von 1450 bzw. 1711; Hochaltar von 1976 mit gotischer Madonna
• Katholische Marktkirche Wagrain hl. Franziskus: 1616 erbaut, barock

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftssektoren

Von den 129 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden 51 im Haupt-, 71 im Nebenerwerb, 1 von einer Personengemeinschaft und 6 von juristischen Personen geführt. Diese sechs bewirtschafteten ein Fünftel der Flächen, die Haupterwerbsbauern mehr als die Hälfte. Im Produktionssektor arbeiteten 284 Erwerbstätige im Bereich Warenherstellung, 274 in der Bauwirtschaft, 22 in der Energieversorgung und 1 in der Wasserver- und Abfallentsorgung. Die wichtigsten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche Beherbergung und Gastronomie (202), soziale und öffentliche Dienste (140) und der Handel (115 Mitarbeiter).cite-ref-3[3]cite-ref-4[4]cite-ref-5[5]

| Wirtschaftssektor | Anzahl Betriebe | Anzahl Betriebe | Erwerbstätige | Erwerbstätige |
|---|---|---|---|---|
| Wirtschaftssektor | 2011 | 2001 | 2011 | 2001 |
| Land- und Forstwirtschaft 1) | 129 | 128 | 108 | 109 |
| Produktion | 48 | 28 | 581 | 406 |
| Dienstleistung | 235 | 186 | 644 | 658 |

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln

Im Jahr 2011 lebten 1422 Erwerbstätige in Wagrain. Davon arbeiteten 752 in der Gemeinde, beinahe die Hälfte pendelte aus. Dafür kamen 581 Menschen aus der Umgebung zur Arbeit nach Wagrain.cite-ref-6[6]

Fremdenverkehr

Beliebtes Ausflugsziel ist der Berg Öbristkopf (1411 m ü. A.), ein Ziel für die Salzburger Wandernadel.

Die Anzahl der Übernachtungen stieg von 748.000 im Jahr 2011 auf 981.000 im Jahr 2019, um 2020 auf 710.000 zurückzugehen. Fast drei Viertel der Gäste kommen in den vier Wintermonaten Dezember bis März, wobei die beiden Monate Jänner und Feber mit jeweils rund 200.000 Übernachtungen die Spitze bilden (Stand 2020).cite-ref-7[7]

Politik

Gemeinderat

Gemeinderatswahl 2024

Wahlbeteiligung: 61,5 %

%

70

60

50

40

30

20

10

0

61,3 %

(+2,9

%p

)

22,6 %

(

n. k.

%p

)

16,1 %

(+0,9

%p

)

n. k.

%

(−26,4

%p

)

ÖVP

GfW

FPÖ

SPÖ

2019









2024









Die Gemeindevertretung hat insgesamt 19 Mitglieder. Seit der Wahl 2024 ist neben ÖVP, SPÖ und FPÖ auch die Liste „Gemeinsam für Wagrain“ vertreten.

• Mit den Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen in Salzburg 2004 hatte die Gemeindevertretung folgende Verteilung: 13 ÖVP, 5 SPÖ und 1 FPÖ.
• Mit den Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen in Salzburg 2009 hatte die Gemeindevertretung folgende Verteilung: 11 ÖVP, 5 SPÖ und 3 FPÖ.
• Mit den Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen in Salzburg 2014 hatte die Gemeindevertretung folgende Verteilung: 10 ÖVP, 6 SPÖ und 3 FPÖ.
• Mit den Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen in Salzburg 2019 hatte die Gemeindevertretung folgende Verteilung: 11 ÖVP, 5 SPÖ und 3 FPÖ.
• Mit den Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen in Salzburg 2024 hat die Gemeindevertretung folgende Verteilung: 12 ÖVP, 4 GFW und 3 FPÖ.cite-ref-8[8]

Bürgermeister

• 1999–2018 Eugen Grader (ÖVP)cite-ref-9[9]
• seit 2018 Axel Ellmer (ÖVP)cite-ref-10[10]

Wappen


In Rot eine goldene Spitze, in welcher über natürlichem Wasser auf grünem Ufer ein silberner Zinnenturm mit einem Tor und zwei Fenstern steht.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Joseph Ernst von Koch-Sternfeld (1778–1866), salzburgisch-bayerischer Beamter, Geograph, Historiker und Schriftsteller
Hans Demmel (* 1956), Journalist und Medienmanager
Rudolf Huber (* 1963), Skirennläufer
Thomas Hettegger (* 1994), Skirennläufer
• Kathrin Steinbacher (* 1989), Filmemacherin/Illustratorin

Personen mit Bezug zur Gemeinde

Joseph Mohr (1792–1848), Textdichter des Weihnachtsliedes Stille Nacht, heilige Nacht, arbeitete und lebte ab 1837 in Wagrain
Karl Heinrich Waggerl (1897–1973), lebte ab 1920 in Wagrain
Alois Rohrmoser (1932–2005), Gründer des Unternehmens Atomic (Ski-Erzeugung), lebte in Wagrain

Literatur

• Michael Ellmer (Hrsg.): Ortschronik Wagrain. Band I Wakhrein – Die alte Hofmark, Band II Vom Bergbauerndorf zur Salzburger Sportwelt Amadé, Gemeinde Wagrain, 1993 (Chronikverkauf in der Marktgemeinde Wagrain).

Weblinks

Commons

: Wagrain

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

50423 – Wagrain. Gemeindedaten der Statistik Austria

Wikivoyage: Wagrain

– Reiseführer

• Eintrag zu Wagrain im Austria-Forum (im AEIOU-Österreich-Lexikon)
• Webpräsenz der Marktgemeinde Wagrain
• Tourismusverband Wagrain-Kleinarl

Einzelnachweise

cite-note-metadaten-einwohnerzahl-at-ortschaft-quelle-11. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
cite-note-22. Wagrain (Pongau). In: burgen-austria.com. Martin Hammerl; abgerufen am 1. Januar 1900
cite-note-33. Ein Blick auf die Gemeinde Wagrain, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 10. September 2021.
cite-note-44. Ein Blick auf die Gemeinde Wagrain, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 10. September 2021.
cite-note-55. Ein Blick auf die Gemeinde Wagrain, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 10. September 2021.
cite-note-66. Ein Blick auf die Gemeinde Wagrain, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 10. September 2021.
cite-note-77. Ein Blick auf die Gemeinde Wagrain, Übernachtungen. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 10. September 2021.
cite-note-88. Land Salzburg - Wahlergebnisse. Abgerufen am 20. März 2024.
cite-note-99. Eugen Grader (Wagrain). In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
cite-note-1010. Axel Ellmer. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.